| Polo GTI mit 120 PS | ||
| Auf 3.000 Stück
limitierte Auflage
VWolfsburg, 21. August 1998 - Die
drei Buchstaben GTI waren bei VW bisher immer mit dem Golf verknüpft.
Nun wird das Kürzel auch auf den Polo übertragen.
Der neue 1,6-Liter-Motor mit Vierventiltechnik leistet 88 kW / 120 PS und beschleunigt den Polo in 9,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Das Höchsttempo liegt bei 200 km/h. Besonders stolz bei VW ist man aber auf die Elastizität und Durchzugskraft des Motors. Bei 3.400 U/min erreicht der Polo das maximale Drehmoment von 148 Newtonmeter. 90 Prozent dieser Kraft liegen über den Bereich von 2.750 bis 6.250 U/min an und immerhin 83 Prozent schon bei 1.750 U/min. Dadurch läßt sich das 961 Kilo wiegende Auto auch schaltfaul bewegen, so VW. Selbst Stadttempo sei so im fünften Gang möglich. Den Verbrauch geben die Wolfsburger mit 7,1 Liter Super pro 100 km (MVEG-Gesamtverbrauch) an. Die Abgase erfüllen - auch aufgrund eines motornahen Vorkatalysators - die strenge Norm EU-III-D.
Der Motor basiert auf dem 1,4-Liter-16V-Motor (55 kW/ 75 PS) des neuen Golf. Dieser verfügt über einen Aluminium-Zylinderkopf; die vier Ventile pro Zylinder werden über Rollenschlepphebel betätigt. Das Motormanagement mit ruhender Zündspannungsverteilung, sequentieller Einspritzung und zylinderselektiver Klopfregelung sowie die Aluminium-Ölwanne wurden im Prinzip ebenso vom 1,4-Liter-Motor übernommen. Auf den größeren Hubraum kam man durch Verlängerung des Hubs. Um trotzdem möglichst viele Bauteile - z.B. den Riementrieb - vom Basismotor übernehmen zu können, mußte die Höhe des Grauguß-Zylinderblocks beibehalten werden. Aus diesem Grund wurde die Länge der Pleuel um sechs Millimeter verkürzt und die Kompressionshöhe der Kolben angepaßt. Um der erhöhten thermischen Belastung Rechnung zu tragen, wurden die Ringnuten und die Krone des Kolbens eloxiert. Der Zylinderkopf mit Rollenschlepphebeln, der gegenüber einem Tassenstößelmotor durch geringere Reibung im Vorteil ist, erhielt zudem vergrößerte Ein- und Auslaßkanäle, die Nockenwellen wurden den geänderten Steuerzeiten angepaßt. Vollständig überarbeitet wurde der Ansaugtrakt. Die Feinarbeit an der Vorsaugstrecke mit integrierter Warmluftregelung bestand in erster Linie - zum Erreichen eines geringeren Strömungswiderstands - im Vergrößern und Begradigen des Querschnitts. Das Ansaugrohr aus Aluminium wurde neu entwickelt. Das Fahrwerk ist - dem Charakter des Autos entsprechend - ein Sportfahrwerk. Die Einzelaufhängung an McPherson-Federbeinen vorn und Verbundlenkerachse hinten, beide mit Stabilisatoren ausgerüstet, wurde vom 74 kW starken Polo 16V übernommen. Gegenüber diesem wurde der GTI aber um 10 Millimeter tiefergelegt. Äußerlich erkennbar ist
der in den Farben "Flashrot", "Satinsilber" und "Blackmagic Perleffekt"
lieferbare Polo GTI außer an den Schriftzügen an Front und Heck
auch an den 15-Zoll-Felgen im Kreuzspeichen-Design und Breitreifen (195/45
R 15). Durch die Felgen sichtbar sind die rot lackierten Bremssättel
vorne und hinten.
Im Innenraum besitzt das Auto blau beleuchtete Instrumente, rote Sicherheitsgurte und höhenverstellbare Sportsitze. An Extras sind alle Elemente aus der normalen Polo-Palette verfügbar. Der Preis des Zweitürers beträgt 31.900 Mark.
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